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Informationen zum Equidenpass

Laut der Verordnung (EG) 504/2008 hat jeder Einhufer, also Pferd, Pony, Esel, Zebra, etc. über einen Equidenpass zu verfügen. In Deutschland wird diese Verordnung über die Viehverkehrsverordnung vom März 2011 umgesetzt.
Der Equidenpass muss das Tier immer begleiten. Das heißt für die Praxis, bei jedem Transport des Tieres ist der Equidenpass mitzuführen. Einzige Ausnahme: Notfälle zum Transport in die Klinik. Wird ein Einhufer zu Fuß verbracht z.B. Ausritt, Führen auf entlegene Koppel oder ähnliches, muss innerhalb von 3 Stunden der Pass vorgelegt werden.
Klar ist, dass bei einem Stallwechsel der Equidenpass dabei sein muss. Die Besonderheit hier: es haftet nicht nur der Besitzer sondern auch der Halter, also zum Beispiel der Betreiber eines Pensionsstalles. Ein Tier ohne Equidenpass darf nicht in einen Bestand aufgenommen werden.
Einhufer, die bereits einen Equidenpass haben und vor dem 30.06.2009 geboren sind, müssen nicht elektronisch nachgekennzeichnet werden. Einhufer die nach dem 30.06.2009 geboren wurden, sind elektronisch zu kennzeichnen und erhalten daraufhin den Equidenpass. Pferde, die vor dem 30.06.2009 geboren sind und  immer noch KEINEN Equidenpass besitzen, müssen ebenfalls vor Ausstellung des Passes elektronisch gekennzeichnet werden.
Die elektronische Kennzeichnung erfolgt über ein Injektat, das von der beauftragten Stelle des Landes – i.R. Pferdezuchtverband, Tierseuchenkasse oder LKV – ausgegeben wurde. Das Injektat wird durch einen Tierarzt oder bei 12-mm-Injektaten durch eine fachlich unterwiesene Person – i.R. der Zuchtbeauftragten – gesetzt. Nach dem erfolg-reichen Setzen und Bestätigung der Kennzeichnung, wird die Ausstellung des Equiden-passes beim Aussteller beantragt.
Bei der offiziellen elektronischen Kennzeichnung handelt es sich um ein Injektat auf dem eine Nummer codiert ist. Diese Nummer besteht aus dem Ländercode "276" für Deutschland,  "02" ist der Tiercode für Einhufer, sowie 10 einmalige Ziffern für den zu kennzeichnenden Einhufer. Diese offiziellen Injektate sind nur bei den zuständigen Stellen zu beziehen, das ist in der Regel der zugehörige Pferdezuchtverband oder das LKV.
In der Regel sind die offiziellen Injektate der zuständigen Stellen nur 12 mm lang, entsprechen also einem größeren Reiskorn. Diese haben eine geringe Sendereichweite, so dass sie nur von Handlesern, die direkt an den Pferdekörper gehalten werden können, erkannt werden. 12-mm-Injektate können nicht von automatischen Abrufstationen, die in der Offenstallhaltung häufig sind, gelesen werden. Ihre geringe Sendeweite macht sie für die Automatisierung der Pferdehaltung in der Laufgruppe ungeeignet. Das heißt, wenn Pferde, deren offizielle Kennzeichnung 12-mm-Injektate sind, an einer Abrufstation gehalten werden, steht der Halter vor dem Problem, wie das Tier von der Station erkannt wird. Ein zweiter Chip mit einer anderen Nummer darf nicht injiziert werden. Die Möglichkeit externe Sender, die in Mähne oder Halsband gebunden werden, ist eine unbefriedigende Kompromisslösung, da die Verlustraten und die Verletzungsgefahr relativ hoch sind.
Die einfachste Möglichkeit ist, die offizielle Kennzeichnung gleich über ein größeres 23-mm-Injektat, das von der Station erkannt wird, vorzunehmen. Der Bayerische Pferdezuchtverband bietet in Zusammenarbeit mit der TEXAS TRADING GmbH diese Möglichkeit schon an. Gerne bietet TEXAS TRADING diesen Service auch weiteren ausgebenden Stellen, aber bisher hat noch keine weitere Stelle reagiert. Hier sind jetzt die Pferdehalter gefragt, die Ihren Pferden eine artgerechte Haltung bieten wollen. Form und Größe der Injektate ist nicht vorgeschrieben, so dass der Halter auch ein "Recht" auf andere größere Ausführungen hat, die universell als offizielle Kennzeichnung und für die Futterstation im artgerechten Laufstall verwendbar ist. Fordern Züchter und Halter offizielle 23-mm-Injektate für Ihre Tiere, werden auch weitere Stellen die großen Injektate anbieten.
Denn unterm Strich sollten alle – Züchter, Halter wie Verbände und Behörden, denen das Wohlergehen unserer Pferde am Herzen liegt –  bemüht sein, nachgewiesen tiergerechte Haltungsverfahren wie die Offenstallhaltung mit Abruffütterung zu fördern und auszu-bauen.


Haftungssausschluss:
TEXAS TRADING versucht den Sachverhalt nach bestem Wissen einfach darzustellen. Rechtsverbindlich sind die entsprechenden Verordnungen und Gesetze.
www.texas.trading.de

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